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NO RISK Arbeitsschuhe



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Eine durchgetretene Sohle, Druck am Spann oder ein Schuh, der auf nassem Beton keinen Halt gibt: Solche Probleme kosten im Arbeitsalltag Zeit und können zur Gefahr werden. No Risk Sicherheitsschuhe sind für Einsätze konzipiert, bei denen Schutz, fester Stand und ein tragbarer Komfort über viele Stunden zusammenpassen müssen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Marke oder die Schutzklasse auf dem Etikett. Der Schuh muss zur Tätigkeit, zum Untergrund und zum Fuß passen.

No Risk Sicherheitsschuhe: Schutz passend zum Einsatz

Sicherheitsschuhe werden nach der Norm EN ISO 20345 eingestuft. Die Grundanforderungen umfassen unter anderem eine Zehenschutzkappe, die einer Stoßenergie von 200 Joule und einer Druckbelastung von 15 kN standhält. Für viele Arbeitsbereiche reicht diese Grundanforderung jedoch nicht aus. Nässe, Nägel, Öl, glatte Böden oder dauerhaftes Arbeiten im Freien stellen zusätzliche Anforderungen.

Im trockenen Innenbereich, etwa im Lager, in der Kommissionierung oder in Werkstätten, können Modelle der Klassen S1 oder S1P passend sein. Sie bieten eine geschlossene Ferse, antistatische Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich und eine kraftstoffbeständige Laufsohle. S1P ergänzt den Schutz durch einen Durchtrittschutz. Für trockene Einsätze mit vielen Laufwegen kann ein leichter, atmungsaktiver Schuh daher sinnvoller sein als ein schweres, besonders stark ausgestattetes Modell.

Auf Baustellen, im Garten- und Landschaftsbau, bei kommunalen Arbeiten oder im Außenlager ist der Bedarf meist höher. Hier kommt häufig S3 infrage, heute je nach Ausstattung auch S3L oder S3S. Diese Schuhe besitzen zusätzlich ein wasserabweisendes Obermaterial und eine profilierte Laufsohle. Die Kennzeichnung S3L oder S3S beschreibt bei neueren Normversionen den Durchtrittschutz mit nichtmetallischer Einlage: PL schützt gegen größere Prüfnägel, PS auch gegen kleinere Nägel. Wer regelmäßig auf Abbruchmaterial, Holzresten oder unebenem Gelände unterwegs ist, sollte diesen Punkt nicht nebenbei entscheiden.

Für Arbeiten mit hoher Feuchtigkeit sind zudem Modelle mit WR-Kennzeichnung relevant. WR steht für die Wasserdichtigkeit des gesamten Schuhs. Wasserabweisendes Leder hält Spritzwasser und kurze Nässephasen ab, ersetzt aber keinen vollständig wasserdichten Schuh. Gerade bei Regen, Reinigungsarbeiten oder dauerhaft feuchtem Untergrund macht dieser Unterschied in der Praxis viel aus.

Die Passform entscheidet nach der ersten Stunde

Ein Sicherheitsschuh soll schützen, ohne die Bewegung unnötig einzuschränken. Zu enge Schuhe führen schnell zu Druckstellen, Taubheitsgefühlen und Blasen. Zu weite Schuhe geben der Ferse keinen Halt. Beim Gehen rutscht der Fuß dann nach vorne, die Zehen stoßen an die Schutzkappe, und die Belastung steigt mit jeder Stufe und jedem zurückgelegten Meter.

Probieren Sie Sicherheitsschuhe möglichst mit den Socken an, die Sie bei der Arbeit tragen. Am besten erfolgt die Anprobe später am Tag, wenn die Füße etwas stärker belastet und oft leicht angeschwollen sind. Vor der Zehenschutzkappe sollte ungefähr eine Daumenbreite Platz bleiben. Gleichzeitig darf die Ferse beim Gehen nicht deutlich hochrutschen.

Achten Sie nicht nur auf die Länge. Der Rist braucht ausreichend Raum, der Mittelfuß muss sicher geführt werden und der Vorfuß darf nicht seitlich eingeengt sein. Menschen mit breiten Füßen benötigen oft ein anderes Leistenkonzept als Menschen mit schmalem Fuß. Ein hochwertiger Schuh in der falschen Weite bleibt ein falscher Schuh. Wer orthopädische Einlagen benötigt, sollte außerdem prüfen lassen, ob das jeweilige Modell dafür zugelassen ist. Nicht jede Einlage darf einfach gegen die originale Einlegesohle ausgetauscht werden, weil dadurch die geprüften Schutzeigenschaften beeinflusst werden können.

Leicht oder stabil: Die Arbeit gibt die Richtung vor

Leichte Sicherheitsschuhe entlasten bei vielen Schritten, beim Treppensteigen und bei langen Hallenwegen. Sie sind für Lager, Handel, Montage oder Serviceeinsätze oft eine gute Wahl. Ihr Vorteil kann jedoch bei sehr rauem Untergrund kleiner werden, wenn mehr Knöchelhalt, stärkere Profilierung oder ein widerstandsfähigeres Obermaterial benötigt werden.

Knöchelhohe Modelle bieten mehr Halt, etwa auf Baustellen, bei Arbeiten im Freien oder beim Bewegen schwerer Ware auf unebenem Boden. Dafür sind sie meist schwerer und wärmer. Im Sommer oder in beheizten Hallen kann ein niedriger Schuh angenehmer sein. Es gibt keine Schutzklasse, die für jede Schicht automatisch die beste ist. Der konkrete Arbeitsplatz zählt.

Auch die Zehenschutzkappe beeinflusst das Tragegefühl. Stahlkappen sind bewährt und belastbar, können aber das Gewicht erhöhen. Aluminium ist leichter, benötigt jedoch oft mehr Raum. Kunststoff- oder Compositekappen sind metallfrei und bei Kälte häufig weniger unangenehm, variieren aber je nach Modell in Form und Platzangebot. Wer häufig kniet, sollte besonders auf eine Kappe achten, die nicht auf die Zehen drückt.

Sohle und Grip nicht nur bei Regen prüfen

Viele Unfälle entstehen nicht durch einen fehlenden Zehenschutz, sondern durch Ausrutschen. Eine Laufsohle braucht Grip auf dem tatsächlichen Untergrund: Betonstaub, Metallspäne, feuchte Fliesen, Ölreste, Kies oder nasser Boden verhalten sich vollkommen unterschiedlich. Ein grobes Profil hilft im Gelände und bei Schmutz, kann sich in Innenbereichen aber mit Material zusetzen. Eine flachere Sohle ist auf sauberen Hallenböden oft komfortabel, stößt draußen jedoch schneller an Grenzen.

Die Kennzeichnungen SR oder, bei älteren Normbezeichnungen, SRC beziehen sich auf geprüfte Rutschhemmung. Sie sind ein wichtiger Anhaltspunkt, aber keine Garantie gegen jede Rutschgefahr. Öl, Reinigungsmittel, loser Sand und falsches Auftreten können selbst eine gute Sohle überfordern. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig, ob das Profil noch ausreichend tief ist und ob sich Steinchen, Späne oder eingetrockneter Schmutz festgesetzt haben.

Bei Tätigkeiten mit Hitze, Schweißarbeiten oder heißem Asphalt können zusätzliche Eigenschaften wie HRO für hitzebeständige Laufsohlen erforderlich sein. In Bereichen mit elektrostatisch empfindlichen Bauteilen gelten wiederum andere Anforderungen als auf einer Baustelle. Antistatisch, ESD-fähig und elektrisch isolierend sind keine austauschbaren Begriffe. Hier muss die Vorgabe des Arbeitsplatzes eingehalten werden.

So bleiben Schuhe länger einsatzbereit

Sicherheitsschuhe sind Arbeitsmittel. Wie bei Handschuhen, Helmen oder Arbeitsjacken verlängert regelmäßige Pflege ihre Nutzungsdauer und erhält ihre Funktion. Nach einem nassen Arbeitstag sollten die Schuhe offen bei Raumtemperatur trocknen. Direkte Heizkörperhitze, Heizlüfter oder starke Sonneneinstrahlung können Leder und Verklebungen schädigen.

Entfernen Sie groben Schmutz mit einer Bürste und reinigen Sie die Sohle. Ledermodelle profitieren von einer passenden Pflege, damit das Material geschmeidig bleibt und seine wasserabweisenden Eigenschaften behält. Textile Obermaterialien benötigen je nach Ausführung andere Pflegemittel. Aggressive Reinigungsmittel oder Maschinenwäsche sind keine gute Lösung, wenn der Hersteller sie nicht ausdrücklich erlaubt.

Prüfen Sie in festen Abständen die Nähte, Schnürsenkel, die Verbindung zwischen Sohle und Schaft sowie den Zustand der Kappe. Sichtbare Risse, eine gelöste Sohle, stark abgelaufenes Profil oder eine beschädigte Schutzkappe sind klare Gründe für einen Austausch. Ein Schuh kann äußerlich noch brauchbar wirken und seinen Schutz dennoch nicht mehr zuverlässig erfüllen.

Beratung spart Fehlkäufe und Ausfallzeiten

Für Betriebe lohnt es sich, Sicherheitsschuhe nicht nur nach Größe und Preis zu beschaffen. Wenn Mitarbeitende wegen Druckstellen, Nässe oder fehlendem Grip ungern im Schuh arbeiten, entstehen unnötige Wechsel, Beschwerden und Ausfallzeiten. Eine kurze Bedarfsanalyse nach Tätigkeit, Untergrund, Witterung und erforderlicher Schutzklasse schafft eine bessere Grundlage.

Bei Seidl Workfashion & more OHG erhalten Gewerbetreibende und Privatkunden fachmännische Unterstützung bei der Auswahl. Besonders bei Teams mit unterschiedlichen Einsatzbereichen, individuellen Fußformen oder vorgeschriebenen Schutzmerkmalen hilft die persönliche Anprobe, die passende Lösung zügig zu finden.

Nehmen Sie sich für den ersten Einsatz mit neuen Sicherheitsschuhen trotzdem etwas Zeit. Tragen Sie sie zunächst in kürzeren Phasen, prüfen Sie Fersenhalt und Druckpunkte und kontrollieren Sie die Schnürung nach einigen Stunden erneut. Ein passender Schuh fällt bei der Arbeit kaum auf - genau dann erfüllt er seine Aufgabe.